„Laserschutzbeauftragter nach TROS und OSTRV“

Wer benötigt eine Zertifizierung „Laserschutzbeauftragter nach TROS und OSTRV“?
Alle Laseranwender, Praxisinhaber (bzw. Unternehmer) und QM-Beauftragte, die Lasersyteme für eine ausgewiesene Anwendung betreiben und welche die erforderlichen Kenntnisse eines Laserschutzbeauftragten erwerben oder auffrischen wollen, benötigen die anwendungsbezogene Zertifizierung zum Laserschutzbeauftragten und müssen über die Sachkunde über das zum Einsatz kommende lasergerät verfügen.
Zu dieser Gruppe gehören also alle Laseranwender, welche ihren Laser zu medizinischen oder kosmetischen Zwecken der Photobiomodulation (umgangssprachlich „Lasertherapie“) einsetzen wie z. B. Ärzte, Krankenpfleger, Heilpraktiker, Tierheilpraktiker, Physiotherapeuten, Tierphysiotherapeuten, Kosmetiker, Fußpfleger, Hebammen, Ergotherapeuten u. a..
Hinweis:
Um therapeutisch arbeiten zu dürfen, müssen Sie Arzt, Tierarzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut etc. sein. Um lasertherapeutisch arbeiten zu dürfen, benötigen Sie diesen Schein zusätzlich. Das Zertifikat berechtigt nicht zur Ausübung einer therapeutischen Tätigkeit ohne die erforderliche Bestallung.

Was sind die Teilnahmevoraussetzungen?
Jeder kann die Ausbildung zum Erwerb der Kenntnisse eines Laserschutzbeauftragten machen, eine Bestallung zum Laserschutzbeauftragten wird aber nur Personen erteilt, die eine anwendungsbezogene Ausbildung haben, im Fall der photobiomodulatorischen Anwendung also über eine therapeutische Qualifikation verfügen. Soll in einer Einrichtung wie z. B. einer Praxis ein Laserschutzbeauftragter bestellt werden, so entscheidet der Inhaber/Unternehmer über die beste Eignung.

Nach welchen Richtlinien zertifizieren wir?
Die Ausbildung des LSB ist in der TROS (Technische Regeln zur Arbeitsschutzverordnung) geregelt. Unsere Zertifizierung basiert auf dieser Regelung.

Was sind die rechtlichen Grundlagen für die Bestallung zum Laserschutzbeaufragten?
Nach den Vorgaben der TROS „Laserstrahlung“ und OStrV muss jeder, der Lasereinrichtungen der Klassen 3R, 3B und 4 in Labor- oder Behandlungsräumen betreibt oder betreiben lässt, Laserschutzbeauftragter sein oder einen Laserschutzbeauftragten schriftlich bestellen. Dieser muss seine Sachkunde über eine erfolgreiche Teilnahme an einem entsprechenden Lehrgang zur Qualifizierung zum LBA nachweisen.

Welche Qualifizierungen haben wir zur Zertifizierung des Laserschutzbauftragten?
Unsere Akademie ist seit 25 Jahren auf Ausbildungen im Bereich Lichtmedizin, Lasertherapie bzw. medizinische Techniken der Photobiomodulation spezialisiert.
Wir kommen aus der Anwendung/Praxis und wissen daher ziemlich genau, um was es dem Gesetzgeber geht. Ihr Dozent Dr. med. Wolfgang Bringmann unterrichtet seit über 30Jahren regelmäßig alle Kenntnisse zum Laserschutz. Er ist Autor des meist verkauften Fachbuches zur Lasertherapie „Laser-Photo-Therapie – Grundlagen und Praxis moderner Photomedizin“, das seit dem Jahr 2000 sieben aktualisierte Auflagen erlebt hat, Inhaber eine Praxis für Orthopädie, Sportmedizin und Schmerztherapie in Berlin mit einem Schwerpunkt Lasertherapie und PBM-Forscher mit unzähligenPublikationen zur Laser-Phototherapie inkl. Beobachtungsstudien zu den verschiedensten medizinischen Indikationen.

Welche Inhalte vermittelt der Kurs zum Laserschutzbeauftragten?
Unser Kurs besteht aus 5 Lektionen von ungefähr gleicher Länge. Alle Kursinhalte werden am Ende jeder Lektion nochmals kompakt zur Vertiefung zusammengefasst.
Lektion 1: Anwendungsspekturm, Ausbildungsinhalte, Begriffe, Laserklassen
Es wird die Anwendungsbreite des Lasers im technischen und medizinischen Bereich
vorgestellt. Daran schließt sich die Erläuterung der Ausbildungsinhalte in einer Übersicht
an. Die wesentlichen gesetzlichen und weiterführenden Grundlagen für die Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten folgen. Anschließend werden die wichtigsten Begriffe, die mit der Lasertätigkeit in Verbindung stehen, erläutert und anwendungsbezogen eingeordnet.
Im letzten Teil werden die Laserklassen und deren Charakteristik besprochen.
Lektion 2: Biophysikalische Eigenschaften, High-Level-Laser vs. Low-Level-Laser
Hier werden die physikalischen und biophysikalischen Eigenschaften (Gewebeabsorption, Transmission, Photobiostimulation u.a.) der Laserstrahlung besprochen.
Daran schließt sich die Gegenüberstellung der verschiedenen Lasersysteme (Hoch- und Niederenergielaser) an. Nach der Vorstellung des Indikationsspektrums für Niederenergielaser werden Behandlungsbeispiele besprochen.
Anschließend werden die laserspezifischen Wirkungseigenschaften der Hochenergielaser erläutert und danach die indikationsspezifische Anwendungsbereiche und Behandlungsergebnisse vorgestellt.
Lektion 3: Betreiberpflichten und Pflichten des Laserschutzbeauftragten
Dieser Teil beginnt mit der Vorstellung der gesetzlich festgelegten Pflichten des Betreibers oder Unternehmers (schriftliche Anzeige, Bestellung des Laserschutzbeauftragten, Unterweisungen, Gefahreneinschätzung u.a.).
Daran schließen sich die notwendigen Voraussetzungen (beruflich, fachliche Ausbildung u.a.) für einen Laserschutzbeauftragten und dessen Aufgaben (Beratung, Unterweisung der Mitarbeiter, Geräteinspektion, Dokumentation u. a.) an.
Weiterhin werden Forderungen für die Abgrenzung eines Laserbereiches und für die Gestaltung eines Behandlungsraumes für die Laserbestrahlung erörtert.
Lektion 4: Dosimetrie, Sicherheit, Kontraindikationen
Dieser Teil beschäftigt sich mit den Grundlagen der Strahlendosierung und deren Einflussfaktoren bei einem Nieder- und Hochenergielaser unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Hauttypen.
Anschließend werden die notwendigen allgemeinen und speziellen Vorbereitungsmaßnahmen sowie die Behandlungsprinzipen angesprochen.
Danach folgt die Darstellung der verschiedenen Strahlungsreaktionen und die speziellen Nebenwirkungen, die bei der Behandlung mit einem Nieder- oder Hochenergielaser auftreten können. Es schließt sich die Darstellung der Gegenanzeigen (dauerhaft, zeitlich begrenzt) für eine Laserbehandlung an.
Abschließend werden mögliche Strahlungsschäden der Augen und Haut sowie photothermische, photothermisch-akustische, photochemische, phototoxische und sekundäre Strahlungsschäden vorgestellt.
Lektion 5: Arbeitsschutzmaßnahmen
Dieser Teil beschäftigt sich mit den notwendigen Maßnahmen (Schulung, Unterweisung, Schutz gefährdeter Personen, Laserschutzbrille u.a.) zur Einhaltung des Arbeitsschutzes und mit Sofortmaßnahmen bei einem Arbeitsunfall (Strahlung, Gerät, Brand u.a.).
Daran schließen sich zusammenfassende Hinweise für die Voraussetzungen für eine sichere Laserbehandlung an. Abschließend werden weiterführende Arbeitsunterlagen, die für eine Laserbehandlung relevant sind, aufgeführt.

Wie lange dauert der Kurs?
Der Kurs dauert den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend 6,5 volle Unterrichtsstunden (eine Unterrichtsstunde = 60 min).
Sie können den Kurs in Ihrem eigenen Tempo absolvieren. Das Streaming-Portal zeigt Ihnen, welche Inhalte Sie bereits gesehen haben und wo es weitergeht. Nachdem Sie an allen Lektionen teilgenommen haben, können Sie den Abschlusstest machen.

Wie läuft der Abschlusstest ab?
Ganz einfach: Klicken Sie auf PRÜFUNG MACHEN und Sie erhalten den Multiple-Choice-Test mit 15 Kontrollfragen. Markieren Sie die richtigen Antworten. Sie erhalten die Auswertung umgehend. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn Sie 11 von 15 Fragen richtig beantwortet haben.
Nach bestandener Prüfung erhalten Sie von uns eine Benachrichtigung und können sich Ihr personalisiertes Zertifikat über den Erwerb der Kenntnisse zum Laserschutzbeauftragten (Laserschutz-Schein) als PDF downloaden und ausdrucken

Was geschieht, wenn Sie die Prüfung dreimal in Folge nicht bestehen?
In diesem Fall schicken Sie uns bitte eine Benachrichtigung und vereinbaren einen Termin für eine mündliche Prüfung via Skype mit uns. Die Prüfung dauert etwa eine Stunde und kostet 120,00 €.

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